Aktuelles aus der Radiologie
Werktäglich ausgewählte Meldungen zu Gesundheitspolitik, Abrechnung, Technik und Praxisbetrieb für Radiologie und Nuklearmedizin.
KI & Technik
29. Okt. 2026
Zi-Befragung zur Praxissoftware bewertet erstmals auch KI-Assistenzen
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) startet im November 2026 die dritte Runde seines Monitorings zu Praxisverwaltungssystemen. Neu können auch KI-gestützte Hilfen für Dokumentation und Telefonannahme bewertet werden. Die Befragung läuft bis zum 8. Januar 2027; Ärztinnen und Ärzte nehmen per Einladung oder mit LANR unter pvs.zi.de teil, MFA und weitere Nutzergruppen über einen offenen Link.
Für Praxen:
Praxisteams können Erfahrungen mit ihrer Software und eingesetzten KI-Assistenzen in eine bundesweite Vergleichsbewertung einbringen.
Gesundheitspolitik
29. Okt. 2026
KBV: Viele an Terminservicestellen gemeldete Termine bleiben ungenutzt
Nach Angaben der KBV wird der Großteil der Termine, die Praxen an die Terminservicestellen melden, nicht vergeben, und ein großer Teil der gebuchten Termine wird von Patienten nicht wahrgenommen. KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen lehnt die geplante gesetzliche Pflicht für Ärzte und Psychotherapeuten ab, feste Terminkontingente zu melden, und spricht von einem „erheblichen Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit“.
Für Praxen:
Eine solche Meldepflicht beträfe alle vertragsärztlichen Praxen einschließlich Radiologie und Nuklearmedizin; sie ist bislang nur geplant.
Nuklearmedizin
29. Okt. 2026
PSMA-PET negativ, PSA steigend: Fluciclovin-PET findet bei 56 Prozent Befunde
Eine prospektive Studie der Oregon Health & Science University im Journal of Nuclear Medicine untersuchte 50 Männer mit biochemischem Rezidiv (PSA ab 0,2 ng/ml) und negativer PSMA-PET mit einer F-18-Fluciclovin-PET/CT innerhalb von 30 Tagen. Bei 28 Patienten (56 Prozent) zeigte sich Tumorgewebe, je zur Hälfte auf die Prostataloge begrenzt oder als Lymphknoten- bzw. Fernmetastasen. Die geplante Therapie änderte sich in 71 Prozent der Fälle.
Für Praxen:
Für nuklearmedizinische Praxen beschreibt die Studie eine mögliche Zusatzdiagnostik nach negativer PSMA-PET; die Autoren halten weitere prospektive Daten für nötig, bevor das beste Vorgehen feststeht.
Nuklearmedizin
29. Okt. 2026
Amyloid-PET bei Alzheimer: LMU-Nuklearmediziner nennt Erstattung als Hürde
Beim EANM-Kongress 2026 in Wien beschreibt Dr. Matthias Brendel, stellvertretender Direktor der Nuklearmedizin am LMU Klinikum München, im Interview die Amyloid-PET als Grundlage für die Auswahl von Patienten für Anti-Amyloid-Therapien und für ein mögliches Therapieende. Die Tau-PET sieht er als prognostischen Marker. Als Hindernisse nennt er fehlende Erstattung und begrenzt verfügbare Tracer.
Für Praxen:
Laut Interview wird die Amyloid- und Tau-PET bisher vor allem an einigen spezialisierten Zentren eingesetzt; eine breitere Nutzung hängt demnach an Erstattung und Tracer-Versorgung.
Gesundheitspolitik
28. Okt. 2026
Digitalgesetz GeDIG: KBV verlangt Korrekturen bei Terminsystemen und ePA
In einem Schreiben an Wirtschafts- und Gesundheitsministerium des Bundes fordert die KBV Änderungen am Regierungsentwurf des Gesetzes für digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG). Gestrichen werden soll die Vorgabe, dass KBV und GKV-Spitzenverband einheitliche Anforderungen an private und digitale Terminsysteme in Praxen festlegen. Außerdem soll der digitale Versorgungseinstieg über die ePA nicht nur über Kassen-Anwendungen möglich sein.
Für Praxen:
Die strittige Regelung beträfe Praxen, die private oder digitale Terminsysteme einsetzen; der Gesetzentwurf befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren.
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